Martin Rasper

Geboren wurde ich in Brüssel, als Sohn einer von Kaukasus-Schwaben abstammenden, in Teheran geborenen und in Württemberg aufgewachsenen Mutter und eines aus Schlesien stammenden Vaters – was der biografischen Zufälle halt so sind.

Meine Heimat ist Eppstein im Taunus, eines der schönsten Städtchen Deutschlands, da bin ich aufgewachsen, mit drei Geschwistern in einer riesigen alten Villa mit Gewölbe und Turmzimmer direkt am Waldrand. Seither sind richtige Berge für mich steil, bewaldet und zwischen 400 und 800 Metern hoch (nichts gegen die Alpen ;-).

Studiert (Geologie, Philosophie, Publizistik) habe ich erst an der TU München im damals brandneuen und weit abgelegenen futuristischen Campus in Garching („Novogarchinsk“) und dann (1986-1991) in Berlin an der FU, die damals aus zwei gigantischen Flachbauten namens „Rostlaube“ und „Silberlaube“ sowie aus unzähligen, dauerprovisorisch in bürgerlichen Dreißiger-Jahre-Villen untergebrachten Mini-Instituten bestand. Gewohnt habe aber ich in Kreuzberg bzw. Neukölln, was definitiv spannender war als Dahlem. Für die Zeit in diesem autonomen soziopolitischen Labor, das da in sicherem Abstand von Restdeutschland  vor sich hin werkelte und Phänomene wie die 1.Mai-Krawalle oder die Besetzung des Lenné-Dreiecks hervorbrachte, bin ich sehr dankbar. Und dann fiel ja auch noch die Mauer um.

Meine Diplomarbeit in Geologie schrieb ich währenddessen über „Untersuchungen an Grund- und Tiefenwässern im Umfeld der Kontinentalen Tiefbohrung (KTB) in Windischeschenbach (Oberpfalz)“, meine Diplomkartierung machte ich im Rahmen eines Erdbebenforschungsprojekts in der Türkei an der Nordanatolischen Störung bei Taskesti – beides übrigens sehr interessante Provinzerfahrungen. Philosophie und Publizistik studierte ich nebenher aus Interesse und weil ich vorhatte, Journalist zu werden, aber ohne Abschluss. Rückblickend gesehen alles ein bisschen aufwändig, aber lustig.

Es folgte eine Art Aussteiger-Zeit in Costa Rica und in Oberbayern, bevor es mich 1995 doch wieder nach München zog.

Ich arbeitete als Drehbuchlektor für Pro 7, als freier Autor für verschiedene Buchverlage wie Frederking + Thaler oder Knesebeck sowie vor allem für Zeitungs- und Magazin-Redaktionen wie SZ-Magazin, merian, country, PM oder die Schweizerische Zeitschrift du, wo ich eine Kolumne namens Wissenswelt hatte.

Zweimal (1996-2000, 2009-2012) war ich fest als Redakteur bei der Zeitschrift natur – für die ich aber auch zwischendrin und seither immer wieder frei gearbeitet habe.

Ich bin begeisterter Hobbygärtner und -Imker, zweiter Vorstand beim Verein „Kinder Jemens in Not“ und fahre Wildwasser in Münchens nettestem Kajakclub, dem CMK.

Wenn mich ein Thema richtig interessiert, versuche ich ein Buch drüber zu machen. Klappt oft, aber nicht immer.

Verheiratet bin ich auch, und Vater eines Sohnes.

Warum ich schreibe…

… weil mir als Kind nie jemand zugehört hat  😉

… weil es ein schönes Gefühl ist, die Welt in Sätze zu fassen und diese Sätze gedruckt zu sehen

… weil es mich immer wieder fasziniert, dass man 26 Buchstaben unendlich kombinieren kann

Neuerdings aber komme ich nicht mehr so viel zum Schreiben, den seit Juli 2019 bin ich Chefredakteur der Zeitschrift  bienen & natur.